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G3Einführung ökologischer Richtlinien für Baustoffe

Bild: (c) Achim Mende

Fortschritt

  • Nicht begonnen
  • Planung
  • Umsetzung
  • Laufend

Klimaschutzbericht

Bericht: 1.7.2023 31.12.2023
9. Klimaschutzbericht (01/24)

Statusbeschreibung

In der Planung und Ausführung achtet das Hochbauamt auf die Verwendung von ökologischen Baustoffen, sofern dadurch bauphysikalisch keine Einschränkungen entstehen. Insbesondere im Bereich Wärmedämmung sowie beim Verzicht auf Kunststoffe. Eine große Rolle spielt die Rückbaufähigkeit und die anschließende Recyclingfähigkeit der verwendeten Materialien. In 2024 erfolgt die Vorbereitung zum Auslobungsverfahren im Neubaugebiet Hafner für den Campus Kindergarten/Grundschule und der weiterführenden Schule zum Wettbewerb. Anmerkung AKS: Die Erarbeitung allgemeiner Richtlinien steht noch aus.
Bericht: 1.1.2024 30.6.2024
10. Klimaschutzbericht (07/2024)
Der Bericht enthält keine Daten für diese Maßnahme.

Beschreibung

Ziel der Maßnahme ist es, ökologische Richtlinien für die Baustoffauswahl im Konstanzer Stadtgebiet einzuführen, anhand derer Projekte geplant, Aufträge vergeben und Baumaßnahmen umgesetzt werden.

Ausgangslage: Derzeit gibt es keine Baustoff-Richtlinien der Stadt, an die sich Bauherren halten müssen. Vergleicht man Holz- und Massivbauten anhand einer Ökobilanz kommt man auf 30 – 50 % geringere Emissionen durch die Verwendung von Holz (Hafner A. et al. 2017). Wenn man den End-of-Life- Nutzen einbezieht, kann man sogar einen Unterschied von 90 % erzielen (vgl. ebd.). Um Klimaneutralität des Gebäudebestands bis 2035 zu erreichen, ist es von enormer Bedeutung, die graue Energie der Gebäude zu minimieren. Dies ist nur durch CO2-arme, umweltfreundliche Baustoffwahl und die Reduzierung unnötig aufwendiger Unterkellerungen, Tiefgaragen und Erschließungswege möglich.

Maßnahmenbeschreibung: Es wird eine ökologische Baurichtlinie durch das Amt für Stadtplanung und Umwelt (inzwischen geändert in: Hochbauamt) eingeführt, die hauptsächlich Nachhaltigkeit, Qualität, Rückbaufähigkeit und Ausschluss kritischer Stoffe der verwendeten Baumaterialien regelt. Außerdem können auch Standards bezüglich der Verwendung von Fassaden- und Dachbegrünung, Versiegelungsgrad und naturnahen Baukonzepten festgelegt werden. Dabei sollte langfristiges Ziel sein, einen klimaneutralen und klimaresilienten Gebäudebestand in der Stadt Konstanz zu etablieren. Die Richtlinie wendet sich vor allem an öffentliche und gewerbliche Bauten, sowie große Wohnbauprojekte. In Neubaugebieten sollte die Richtlinie oder Teile davon in den Bebauungsplan integriert werden. Private Bauherren können dazu in der Regel nicht verpflichtet werden, sollten sich aber dennoch an der Richtlinie orientieren.

Die Aufwendungsmehrkosten, die durch die Verwendung ökologischer Baustoffe entstehen, können mit der Maßnahme Förderprogramm ökologische Baumaterialien (G6) finanziell bezuschusst werden. Außerdem sollten regionale Handwerker-Fortbildungen (Maßnahme K3) den Handwerksbetrieben eine weitere Vertiefung des Knowhows im ökologischen Bauen und Sanieren ermöglichen.

  • Effizienz bzgl. Anschubkosten

  • Gesellschaftlicher Wandel (Wirkungstiefe)

  • Benötigte Stellen

    1/2 Stelle

  • Zusatznutzen

    Vorbildwirkung, Imagegewinn, Qualitätssicherung

  • Priorität

  • CO₂-Minderungspotenzial der Maßnahme

  • Finanzierung

    Infolge: Förderprogramm ökologische

    Baumaterialien

Zusammenfassung und Kontakte

Zeitleiste

1.7.2023 → Laufend

Zuständige Organisationen

Handlungsfeld

Letzte Aktualisierung 04.12.2023